Nahost

Iran-Krieg führt zu Verzögerungen bei US-Waffenlieferungen an Europa

Die USA verzögern wegen des Iran-Krieges ihre Waffenlieferungen an europäische Verbündete. Hintergrund ist, dass der Konflikt die US-Bestände zunehmend belastet. Betroffen sind mehrere Länder, darunter auch Staaten im Baltikum und in Skandinavien.
Iran-Krieg führt zu Verzögerungen bei US-Waffenlieferungen an Europa

US-Beamte haben einige europäische Amtskollegen darüber informiert, dass sich bestimmte bereits vertraglich vereinbarte Waffenlieferungen voraussichtlich verzögern werden, da der Iran-Krieg weiterhin die Waffenbestände beansprucht, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen mitteilten.

Die Quellen, die anonym bleiben wollten, da diese Angelegenheit nicht öffentlich ist, sagten, dass mehrere europäische Länder betroffen sein würden, darunter auch Staaten im Baltikum und in Skandinavien.

Ein Teil der betroffenen Waffen wurde von europäischen Ländern im Rahmen des Programms für Auslandsverkäufe von Rüstungsgütern (Foreign Military Sales, FMS) gekauft, aber noch nicht ausgeliefert. Diese Lieferungen werden sich den Angaben zufolge wahrscheinlich verzögern.

Das Weiße Haus und das Pentagon reagierten zunächst nicht auf Anfragen. Das Außenministerium verwies bezüglich dieser Fragen auf das Pentagon als Anlaufstelle.

Die USA und Israel begannen am 28. Februar mit Luftangriffen gegen Iran – eine Kampagne, die bei einigen US-Beamten die Sorge verstärkt hat, dass die US-Rüstungsindustrie nicht mit der Nachfrage Schritt zu halten vermag und gezwungen sein könnte, ihre Lieferungen an mehrere Abnehmer zu verlangsamen.

Die USA haben seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 und den israelischen Militäroperationen im Gazastreifen Ende 2023 Waffenbestände im Wert von Milliarden Dollar verbraucht – darunter Artilleriesysteme, Munition und Panzerabwehrwaffen.

Seit Beginn der Iran-Kampagne hat Teheran Hunderte ballistische Raketen und Drohnen auf die Länder am Persischen Golf abgefeuert. Die meisten wurden nach US-Darstellung abgefangen, unter anderem mit PAC-3-Patriot-Interzeptoren, auf die etwa auch die Ukraine angewiesen ist, um ihre Energie- und Militärinfrastruktur vor ballistischen Raketen zu schützen.

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