Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Iran übermittelt über Pakistan neuen Vorschlag an USA

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – Iran übermittelt über Pakistan neuen Vorschlag an USA
  • 1.05.2026 17:39 Uhr

    17:39 Uhr

    US-Kriegskosten gegen Iran könnten weit über 25 Milliarden Dollar liegen

    Die Vereinigten Staaten haben für den Krieg gegen Iran insgesamt etwa 50 Milliarden US-Dollar ausgegeben, was doppelt so hoch wie die offiziellen Angaben Pentagons ist. Dies berichtet der Nachrichtenkanal CBS News unter Verweis auf US-Beamte.

    Zuvor hatte Jules Hurst, Assistent des US-Kriegsministers für Finanzen, am 29. April bekannt gegeben, dass Washington die Kriegsausgaben auf 25 Milliarden US-Dollar schätze. Dabei handele es sich nach seinen Angaben vor allem um Munitionskosten.

    Zu Hursts Angaben merkte CBS an, dass der von ihm deklarierte Betrag die Kosten für zerstörte oder beschädigte Militärausrüstung sowie Schäden an US-Militärobjekten nicht berücksichtige. Als Beispiel für schnell anfallende Kosten führte der Kanal an, dass Pentagon allein 24 Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper verloren habe, von denen jede über 30 Millionen US-Dollar koste. Mark Cancian, leitender Berater der Abteilung für Verteidigung und Sicherheit am Zentrum für strategische und internationale Studien, merkte zudem an, dass neben Munitionskosten auch etwa erhöhter Verbrauch und gestiegene Preise für Treibstoff für Flugzeuge, Schiffe und LKWs ins Gewicht fallen.

    Irans Außenminister Abbas Araghchi verkündete seinerseits, dass die USA für den Krieg gegen Iran etwa 100 Milliarden Dollar ausgegeben hätten. Araghchi schrieb auf X:

    "Das Pentagon lügt. Netanjahus Abenteuer kostete Amerika bisher direkt 100 Milliarden Dollar, viermal so viel wie behauptet."

    Der Minister fügte hinzu, dass indirekte Kosten für US-Steuerzahler noch höher ausfallen würden.

  • 15:30 Uhr

    Iran übermittelt über Pakistan neuen Vorschlag an USA

    Iran hat seinen neuen Vorschlag für Gespräche mit den USA am Donnerstag an Pakistan übermittelt, berichten iranische Staatsmedien.

    "Die Islamische Republik Iran hat am Donnerstagabend den Text ihres neuesten Verhandlungsvorschlags an Pakistan als Vermittler in den Gesprächen mit den Vereinigten Staaten übergeben", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA, ohne weitere Details zu nennen – so blieb zunächst unklar, was der neue Vorschlag konkret beinhaltet.

    Pakistan, das eine rund 900 Kilometer lange Grenze mit Iran teilt, vermittelt derzeit indirekte Gespräche zwischen Washington und Teheran mit dem Ziel, die Spannungen zu entschärfen.

    Iran und die USA führten eine erste Gesprächsrunde in Islamabad vor dem Hintergrund einer fragilen Waffenruhe nach fast 40 Tagen Krieg, der am 28. Februar ausgebrochen war.

    Seitdem sind die Gespräche ins Stocken geraten, nachdem die USA eine Seeblockade gegen iranische Häfen verhängt haben, während Iran die wichtige Straße von Hormus weitgehend geschlossen hält und seit Beginn des Krieges nur noch vereinzelt Schiffe passieren lässt.

    Am Freitag führte Irans Außenminister Abbas Araghchi laut einer Mitteilung seines Ministeriums Telefonate mit seinen Amtskollegen aus Saudi-Arabien, Katar, der Türkei, dem Irak und Aserbaidschan über die jüngsten "Initiativen der Islamischen Republik zur Beendigung des Krieges".

  • 14:40 Uhr

    Israel bereitet sich auf mögliche Wiederaufnahme des Krieges vor

    Israel bereitet sich darauf vor, dass die kriegerischen Handlungen mit Iran bald wieder aufgenommen werden könnten, während US-Präsident Donald Trump laut israelischen Medienberichten über militärische Optionen informiert wurde.

    Derzeit befindet sich Israel in erhöhter Alarmbereitschaft und intensiviert die Vorbereitungen auf eine mögliche Rückkehr zu Kampfhandlungen mit Iran, da Anzeichen darauf hindeuten, dass Trump kurz vor einer Entscheidung über erneute Militäraktionen stehen könnte, wie das israelische Fernsehen am Donnerstag berichtete.

    Der Bericht erfolgte, während Trump im Weißen Haus vom Kommandeur des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, über militärische Optionen unterrichtet wurde. Gleichzeitig führten israelische Regierungsvertreter intensive Beratungen angesichts dessen, was sie als zunehmende Dynamik in Washington hin zu einer Entscheidung ansehen.

    Laut Channel 12 bereiten sich israelische Beamte darauf vor, dass die Verhandlungen zwischen den USA und Iran bereits Anfang nächster Woche scheitern könnten. Der Sender berief sich auf Kabinettsminister, die in den vergangenen Tagen informiert wurden und die Einschätzung vertreten, dass die USA ihre Druckkampagne in der Straße von Hormus möglicherweise durch Militärschläge gegen iranische Gas- und Energieanlagen sowie staatliche Infrastruktur "verstärken" müssten.

    Im Rahmen der militärischen Aufrüstung sollen Israel und die USA zudem Berichten zufolge daran gearbeitet haben, eine glaubwürdige Seebedrohung gegen Iran zu projizieren.

    Vor Trumps Briefing mit Cooper erklärte ein US-Beamter gegenüber Reuters, der Präsident werde über Pläne für eine Reihe neuer Militärschläge informiert, um Iran zu Verhandlungen über ein Ende des Konflikts zu zwingen.

    Die Nachrichtenwebsite Axios berichtete, dass ein weiterer Plan, der Trump während des Briefings vorgelegt werden sollte, den Einsatz von Bodentruppen vorsieht, um einen Teil der Meerenge unter Kontrolle zu bringen und sie wieder für die kommerzielle Schifffahrt zu öffnen. Trump erwäge zudem, die US-Blockade zu verlängern oder einen einseitigen Sieg zu erklären, so Beamte.

  • 13:30 Uhr

    Hormus-Krise: VAE werfen Iran Vertrauensbruch vor – Lösung in weiter Ferne

    Ein hochrangiger Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate erklärte am Freitag, dass Teheran in Bezug auf einseitige Vereinbarungen zur Straße von Hormus nicht vertrauenswürdig sei. Dies deutet auf tiefes Misstrauen auf allen Seiten hin, während die Bemühungen zur Beendigung des Iran-Krieges weiterhin in einer Sackgasse stecken.

    Zwei Monate nach Beginn des Iran-Krieges ist die wichtige Seehandelsroute aufgrund einer iranischen Blockade weiterhin weitgehend geschlossen, während die US-Marine die Ölexporte aus Iran blockiert.

    Die Blockade hat rund 20 % der weltweiten Öl- und Gasversorgung abgeschnitten, die globalen Energiepreise in die Höhe getrieben und die Sorge vor einem wirtschaftlichen Abschwung verstärkt.

  • 13:00 Uhr

    Israel entsendet eilig Lasersystem zur Abwehr iranischer Raketen in die VAE

    Israel entsandte während des Kriegs hochentwickelte Waffensysteme – darunter ein fortschrittliches Lasersystem – in die Vereinigten Arabischen Emirate, um die Golfmonarchie bei der Abwehr eines heftigen Angriffs iranischer Raketen und Drohnen zu unterstützen.

    Die Verlegung war eines der ersten Beispiele für eine umfassende Verteidigungskooperation zwischen den beiden Staaten, die erst durch die von US-Präsident Donald Trump vermittelten Abraham-Abkommen im Jahr 2020 offiziell diplomatische Beziehungen aufgenommen hatten. Ein regionaler Vertreter sprach von einem Beleg für den "Wert, Israels Freund zu sein".

    Der Laser, der Kurzstreckenraketen und Drohnen durch Verdampfung zerstört, wurde erstmals Anfang dieses Jahres von Israel eingesetzt, um sich gegen Angriffe der Hisbollah aus dem Libanon zu verteidigen. Über die Verlegung der Systeme von Iron Beam und Spectro in die VAE wurde bislang nicht öffentlich berichtet.

    Beide Systeme gelten als defensiv und ergänzen das ebenfalls in die VAE entsandte Raketenabwehrsystem Iron Dome, zusammen mit mehreren Dutzend israelischen Militärangehörigen zur Bedienung der Systeme, so die informierten Personen. Die Verlegung des Iron Dome wurde zuerst von Axios berichtet.

    Israel teilte zudem umfangreiche Echtzeit-Geheimdienstinformationen über Vorbereitungen für Kurzstreckenraketenstarts im Westen Irans, die gegen die Vereinigten Arabischen Emirate gerichtet waren. Der arabische Staat trug die Hauptlast der iranischen Gegenoffensive während des gemeinsamen US-israelischen Kriegs gegen die Islamische Republik.

    Iran feuerte mehr als 500 ballistische Raketen und 2.000 Drohnen auf die Vereinigten Arabischen Emirate ab.

  • 11:30 Uhr

    Nimmt Iran nach US-Blockade Unterseekabel ins Visier?

    Seit fast fünf Jahrzehnten hat die Regierung Irans dem finanziellen Druck der USA standgehalten, indem sie Öl an China verkaufte. Der militärischen Überlegenheit der USA begegnete sie mit Guerillataktiken. Doch mit der Seeblockade der US-Marine könnte diese Strategie nun an ihre Grenzen stoßen, wie Analysten gegenüber dem Wall Street Journal sagten.

    Mit Seeblockade wurde Irans Netzwerk von sogenannten "Schatten-Tankern" praktisch großteils lahmgelegt. Diese hatten jahrelang die US-Sanktionen gegen Irans umfangreiche Ölexporte umgangen, indem sie auf See ihre Ortungssysteme abschalteten und ihre Ladung heimlich an China übergaben.

    Den Tankern sei es nicht mehr gelungen, einen Ring aus US-Kriegsschiffen zu durchbrechen, die sie bis in den Indischen Ozean verfolgt hätten, berichtete das WSJ.

    Alternative Handelsrouten reichen nicht aus. Iran arbeitet daran, einen Teil seines Öls per Bahn nach China zu transportieren und Lebensmittel über Land aus dem Kaukasus und Pakistan zu importieren. Nach Angaben der iranischen Schifffahrtsvereinigung können jedoch nur etwa 40 Prozent des Handels von blockierten Häfen weg umgeleitet werden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars, die den iranischen Sicherheitsdiensten nahesteht.

    "Die Blockade wird in Teheran zunehmend nicht mehr als Ersatz für Krieg gesehen, sondern als eine andere Form davon", erläuterte Hamidreza Azizi, Gastwissenschaftler mit Schwerpunkt Naher Osten bei der in Berlin ansässigen Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). "Infolgedessen könnten iranische Entscheidungsträger bald zu dem Schluss kommen, dass eine erneute Eskalation weniger kostspielig ist, als eine anhaltende Blockade weiter hinzunehmen."

    Iranische Vertreter erklärten, Teheran könne bislang nicht eingesetzte Waffen nutzen, um US-Kriegsschiffe anzugreifen – von U-Booten bis hin zu Minen tragenden Delfinen. Die Revolutionsgarde drohte zudem, die Eskalation zu verschärfen, indem sie Telefon- und Datenkabel in der Straße von Hormus kappen, was den globalen Internetverkehr erheblich stören würde.

    Die der Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte kürzlich eine Karte von Untersee-Internetkabeln, die die Straße von Hormus durchqueren – ein indirekter Hinweis darauf, dass auch die Telekommunikationsinfrastruktur der Region ins Visier geraten könnte.

    Iran setzt darauf, dass die USA zuerst nachgeben und ihre Blockade iranischer Häfen beenden, um die globalen Märkte zu beruhigen und die Benzinpreise in den USA zu senken.

    US-Vertreter hingegen gehen davon aus, dass Iran aufgrund der sich verschärfenden Wirtschaftskrise letztlich selbst einlenken wird.

  • 10:30 Uhr

    VAE verhängen Reiseverbot für Iran, Irak und Libanon

    Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Bürgern Reisen nach Iran, in den Irak oder Libanon untersagt. Das Außenministerium kündigte das Reiseverbot am späten Donnerstagabend "angesichts der aktuellen regionalen Entwicklungen" an.

    Die Emiratis forderten in diesen Ländern auf, "ihre sofortige Rückkehr in die VAE zu beschleunigen" und sich telefonisch mit dem Ministerium in Verbindung zu setzen.

    Das Ministerium betonte zudem die "Wichtigkeit, alle von ihm herausgegebenen Anweisungen und Hinweise strikt zu befolgen".

    Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten zuvor bereits zwischen 2021 und 2025 ein Reiseverbot für ihre Bürger nach Libanon verhängt. Dieses Verbot wurde im vergangenen Mai aufgehoben.

    Die drei betroffenen Länder stehen im Zentrum des regionalen Krieges, der im Februar ausgebrochen ist. In Libanon dauern die Kämpfe trotz einer kürzlich verlängerten, von den USA vermittelten Waffenruhe an. Eine separate Feuerpause hat die US- und israelischen Angriffe auf Iran seit Anfang April gestoppt, jedoch bleiben Seeblockaden in Kraft, und die Friedensgespräche in Pakistan sind ins Stocken geraten. Irak, in dem sowohl US-Truppen als auch proiranische Milizen stationiert sind, war bis zur Waffenruhe regelmäßig Ziel von Angriffen.

  • 09:45 Uhr

    Iran droht USA mit "langen und schmerzhaften Angriffen" bei neuem Angriff

    Iran hat erklärt, dass er mit "langen und schmerzhaften Angriffen" auf amerikanische Positionen reagieren werde, falls die USA ihre Offensive wieder aufnehmen. Zudem bekräftigte Teheran erneut seinen Anspruch auf die Straße von Hormus, was die US-Pläne zur Bildung einer Koalition zur Wiederöffnung der wichtigen Wasserstraße erschwert.

    Die Bemühungen um eine Lösung des Konflikts sind mittlerweile in eine Sackgasse geraten. Zwar gilt seit dem 8. April eine Waffenruhe, dennoch blockiert Iran weiterhin die Straße von Hormus als Reaktion auf eine US-Seeblockade seiner Ölexporte.

    US-Präsident Donald Trump sollte laut einem US-Beamten gestern über Pläne für eine Reihe neuer Militärschläge informiert werden, um Iran zu Verhandlungen über das Ende des Konflikts zu bewegen.

    Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, erklärte am gestrigen Abend laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, dass es nicht realistisch sei, von den Gesprächen mit den USA schnelle Ergebnisse zu erwarten.

    "Zu erwarten, in kurzer Zeit ein Ergebnis zu erzielen – unabhängig davon, wer vermittelt – ist meiner Meinung nach nicht sehr realistisch", wurde er zitiert.

    Spät in der Nacht war in einigen Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran Flugabwehraktivität zu hören, berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Mehr.

    Die Nachrichtenagentur Tasnim meldete, dass die Luftabwehr kleine Drohnen und unbemannte Aufklärungsfluggeräte bekämpfte.

    Trump bekräftigte gestern gegenüber Reportern, dass Iran der Besitz von Atomwaffen nicht gestattet werde. Zudem sagte er, dass der Benzinpreis – ein zentrales Anliegen seiner republikanischen Partei im Vorfeld der Zwischenwahlen im November – "wie ein Stein fallen" werde, sobald der Krieg beendet sei.

    Ein hochrangiger Vertreter der iranischen Revolutionsgarde erklärte, dass jeder neue Angriff der USA auf Iran, selbst wenn er begrenzt sei, "lange und schmerzhafte Angriffe" auf US-Positionen in der Region nach sich ziehen würde.

    Der Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, Madschid Mussawi, wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert: "Wir haben gesehen, was mit euren regionalen Stützpunkten passiert ist – wir werden sehen, dass dasselbe mit euren Kriegsschiffen geschieht."

  • 09:06 Uhr

    Washington fordert direkte Gespräche zwischen Israel und Libanon

    Die US-Botschaft in Beirut erklärt in einem X-Beitrag, dass zeitnah zwischen Libanons Staatschef Joseph Aoun und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu direkte Konsultationen stattfinden sollten.

    Dies geschieht vor dem Hintergrund anhaltender gegenseitiger Angriffe der israelischen Armee im Südlibanon sowie militärischer Gegenreaktionen der Hisbollah – unter Missachtung einer seit Mitte April von Washington eingeforderten und vereinbarten Waffenruhe. In dem X-Beitrag heißt es:

    "Der Libanon steht am Scheideweg. Seine Bevölkerung hat die historische Chance, ihr Land zurückzugewinnen und ihre Zukunft als wahrhaft souveräne, unabhängige Nation zu gestalten. Ein direkter Dialog zwischen dem Libanon und Israel – zwei Nachbarländern, die niemals im Krieg hätten stehen dürfen – kann den Beginn einer nationalen Wiederbelebung markieren."

    Der politischen Führung in Beirut werde demnach von den USA zugesichert, dass das Land im Falle erfolgreicher Konsultationen "konkrete Garantien für volle Souveränität, territoriale Integrität, sichere Grenzen, humanitäre Hilfe und Wiederaufbauhilfe sowie die vollständige Wiederherstellung der staatlichen Autorität des Libanon über jeden Zentimeter seines Hoheitsgebiets erhält", so die weiteren Ausführungen der US-Botschaft in Beirut auf X.

  • 08:40 Uhr

    "Krieg beendet" ‒ Trump-Regierung trotzt argumentativ der Kongress-Frist 

    Die Nachrichtenagenturen Associated Press (AP) und Reuters zitieren eine ungenannte Quelle aus dem Umfeld des Oval Office. Demnach vertritt die Trump-Regierung die Auffassung, der Krieg in Iran sei aufgrund des Anfang April in Kraft getretenen Waffenstillstands zum Erliegen gekommen. Dies wiederum habe zur Folge, dass der US-Präsident aktuell für militärische Anordnungen und Maßnahmen keine Zustimmung des US-Kongresses einholen müsse.

    Nach Darstellung der Trump-Administration habe der Waffenstillstand "die Feindseligkeiten zwischen den beiden Seiten im Hinblick auf eine bevorstehende Frist des Kongresses bezüglich der Kriegsmachtbefugnisse 'beendet'", so der von den Agenturen zitierte Wortlaut eines "hochrangigen Regierungsvertreters" am Donnerstag.

    Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson (Republikaner aus Louisiana), erklärte am Donnerstag gegenüber US-Medien, es sei gegenwärtig nicht notwendig, dass sich der Kongress zu den Militäraktionen der Trump-Regierung in Iran äußere, da sich die Vereinigten Staaten derzeit "nicht im Krieg" befänden, wie NBC News berichtet.

    US-Kriegsminister Hegseth erklärte am Donnerstag in Washington:

    "Wir befinden uns derzeit in einer Waffenruhe, was nach unserem Verständnis bedeutet, dass die 60-Tage-Frist (…) pausiert oder stoppt."

    Der US-Sender CNN erläutert, gemäß der sogenannten "War Powers Resolution" aus dem Jahr 1973 habe ein US-Präsident 60 Tage Zeit, "um als Reaktion auf eine unmittelbare Bedrohung oder einen Angriff auf die Vereinigten Staaten militärische Maßnahmen zu ergreifen, sofern der Kongress keine Kriegserklärung verabschiedet hat".

    Ohne ausdrückliche Genehmigung des US-Kongresses sieht das Gesetz vor, dass der Präsident nach Ablauf dieser Frist "jeden Einsatz der US-Streitkräfte einstellen muss".

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