Liveticker Iran-Krieg – Minensuche in der Straße von Hormus könnte Wochen andauern

15.06.2026 15:22 Uhr
15:22 Uhr
Minensuche in der Straße von Hormus könnte Wochen andauern
Fünf ungenannte "westliche Quellen aus dem Bereich der maritimen Sicherheit" erklärten der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber vorliegende Informationen zum Status quo der fraglichen Sicherheit für den internationalen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus.
Die Minenräumung in der strategisch wichtigen Meerenge könnte die Rückkehr zum normalen Schiffsverkehr – nach einer angekündigten Einigung über die Wiederöffnung der Wasserstraße ab Freitag – "um Wochen verzögern, wie aus Kreisen der Schifffahrt und der maritimen Sicherheit verlautet", so Reuters berichtend. Aktuell würden laut Schätzungen weiterhin rund 500 Schiffe darauf warten müssen, die Meerenge ungestört passieren zu können
Die benötigten Einsätze konventioneller Minensuchboote und "modernster Unterwasserdrohnen" könnten laut der Quelle "40 bis 50 Tage dauern", bevor Versicherungs-, Schifffahrts- oder Ölunternehmen ausreichend Vertrauen hätten.
Laut einer Analyse der US-Energieinformationsbehörde (EIA) von letzter Woche würden sich "die Öl-Lagerbestände in den größten Volkswirtschaften der Welt" aktuell auf dem niedrigsten Stand "seit mindestens dem Jahr 2003" bewegen.
Internationale Schifffahrtsbehörden würden laut Reuters-Informationen "weiterhin zur Vorsicht mahnen", unabhängig davon, dass die USA und Iran am Sonntag bekannt gegeben hatten, dass sie zum Ende dieser Woche eine offizielle Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen der Einigung zur Beendigung des Kriegskonflikts erzielt hätten.
Der Generalsekretär der internationalen Schifffahrtsverbands "International Chamber of Shipping (ICS)", Thomas Kazakos, erklärte gegenüber Al Jazeera, die Ankündigung sei eine große Erleichterung für die Menschen auf den Schiffen vor Ort, die "in den Strudel dieses Krieges geraten" seien. "Ihre sichere Ausreise aus der Region muss oberste Priorität haben, wird aber Zeit brauchen", so Kazakos in einer Erklärung gegenüber dem katarischen Sender.
Auch der Generalsekretär der Organisdation "Forward Seamen’s Union of India", Manoj Yadav, begrüßte das angekündigte Abkommen, um zu erklären:"Sollte diese Vereinbarung Realität werden, möchten wir unsere Glückwünsche aussprechen, da derzeit Tausende indischer Seeleute dort festsitzen."
14:16 Uhr
Moskau: Lawrow erkennt "vielversprechenden Erklärungen"
Der russische Außenminister Sergei Lawrow äußerte sich vor Journalisten auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Gespräche mit seinem belarussischen Amtskollegen Maxim Ryshenkov zum Thema Iran.
Lawrow gab zu Protokoll, dass Moskau hoffe, dass die "vielversprechenden Erklärungen" seitens Washingtons und Teherans "zur Lösung der Lage rund um Iran in die Tat umgesetzt werden würden", so der Diplomat darlegend.
13:48 Uhr
"Trumps Vereinbarung ist für uns nicht bindend" – Netanjahu-Administration kommentiert jüngste Entwicklungen
Im Verlauf des Montags mehren sich Stimmen aus dem Umfeld der Netanjahu-Regierung. Israelische, wie arabische Medien zitieren Spitzenpolitiker, hinsichtlich ihrer Haltungen zu dem seitens Pakistans angekündigten Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran:
– Israels Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, gab zu Protokoll:
"Trumps Abkommen ist für uns nicht bindend. […] Wir sind keine Vertragspartei dieses Abkommens. Es gewährleistet nicht unsere Sicherheit. […] Wir dürfen uns mit nichts weniger als der Zerschlagung der Hisbollah zufrieden geben. Wir dürfen uns nicht von einem einzigen Zentimeter des Gebiets zurückziehen, den unsere Soldaten erobert und von terroristischer Infrastruktur befreit haben."
– Finanzminister Bezalel Smotrich bezeichnete das Abkommen laut Al Jazeera als "schlecht für Israel", um hinzuzufügen:
"Wir müssen die Kampagne fortsetzen, um das [iranische] Regime selbst zu stürzen – mit kreativen Mitteln – und sicherstellen, dass der Iran niemals Atomwaffen erlangt."
– Israels Ex-Ministerpräsident Naftali Bennett gab zu Protokoll:
"Das Abkommen stellt eine 'gefährliche Wende für Israels Sicherheit' dar."
– Air Golan, Vorsitzender der linksgerichteten Demokratischen Partei, kommentierte laut Times of Israel, dass die militärischen Erfolge "mit einem Federstrich ausgelöscht" worden seien.
– Verteidigungsminister Israel Katz betonte am Morgen gegenüber dem israelischen Portal Ynet:
"Premierminister Netanjahu und ich verfolgen eine klare Politik, wonach die IDF auf unbestimmte Zeit in den Sicherheitszonen im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen verbleiben wird, um die Grenze und die israelischen Gemeinden vor dschihadistischen Elementen zu schützen. Das Gebiet wird frei von Anwohnern sein."
– Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hatte bereits vor Bekanntwerden des erzielten Abkommens erklärt, dass laut seiner Wahrnehmung Israel "nicht Partei" des US-Iran-Abkommens sei und daher seine Regierung "sich nicht an dessen politische Vorgaben gebunden fühle", so Reuters den Politiker am Samstag der Vorwoche zitierend.
12:51 Uhr
"USA waren gezwungen zu unterzeichnen": Irans Staatsfernsehen verkündet "sofortiges" Kriegsende
Das iranische Staatsfernsehen hat am Sonntag verkünden lassen, dass "die USA gezwungen waren, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit der Islamischen Republik Iran und der Widerstandsfront zu unterzeichnen".
"[Pakistans Premier] Shehbaz Sharif verkündete das endgültige und sofortige Ende des Krieges an allen Fronten des US-Krieges gegen Iran und seine Verbündeten", hieß es weiter in der Bekanntmachung.
Israel hat allerdings bereits erklärt, dass es nicht Vertragspartei dieses Abkommens zwischen Teheran und Washington D.C. ist.
Zwar sind die Einzelheiten des Deals noch nicht bekannt. Aber ersten Berichten nach seien ein 60-tägiger Waffenstillstand, die Öffnung der Straße von Hormus, die Lockerung der Iran-Sanktionen sowie Gespräche über Irans Atomprogramm Teil davon.
12:23 Uhr
Teheran und Riad führen Telefonat zum Rahmenabkommen
Irans Außenminister Abbas Araghtschi und sein saudischer Amtskollege Faisal bin Farhan Al Saud haben laut iranischen Agenturmeldungen die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit der am Sonntag zwischen Teheran und Washington geschlossenen Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges erörtert.
In einem Telefonat zu Wochenbeginn hätte Araghtschi die Rolle Saudi-Arabiens in dem laufenden diplomatischen Prozess "gewürdigt".
سمو وزير الخارجية الأمير #فيصل_بن_فرحان@FaisalbinFarhan يتلقى اتصالاً هاتفياً من معالي وزير خارجية الجمهورية الإسلامية الإيرانية عباس عراقجي. pic.twitter.com/1eSYgzsiWJ
— وزارة الخارجية 🇸🇦 (@KSAMOFA) June 15, 2026Der iranische Diplomat hätte zudem die saudische Gegenseite über Inhalte des Abkommens informiert und verwies laut Meldung der Agentur IRNA "dabei auch auf die Verantwortung der Vereinigten Staaten für die ordnungsgemäße Umsetzung der Bestimmungen des Absichtsprotokolls, einschließlich der vollständigen Beendigung der israelischen Aggression gegen den Libanon".
Die außenpolitischen Vertreter Teherans und Riads hätten im Telefonat abschließend festgestellt, dass "die engen Konsultationen und die diplomatische Zusammenarbeit" beider Länder hinsichtlich der regionalen Entwicklungen weiterhin notwendig sind, und "die Bemühungen um die Herstellung des Friedens in der Region fortzusetzen" seien.
09:55 Uhr
Israel lehnt einen Rückzug der IDF-Streitkräfte aus dem Libanon ab
Nach Bekanntwerden des Friedensabkommens zwischen Washington und Teheran hat die israelische Seite bis dato noch keine offizielle Stellungnahme zu den Dynamiken abgegeben.
Das israelische Portal Ynet informiert am Montagmorgen zu den Wahrnehmungen innerhalb der Netanjahu-Regierung. Demnach wird ein wesentlicher Punkt des Abkommens, nämlich das Ende der "militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich des Libanon" von Israel ignoriert werden. Der Ynet-Artikel zitiert den israelischen Verteidigungsminister Israel Katz mit den Worten:
"Netanjahu hat dies gegenüber US-Präsident Trump und anderen hochrangigen amerikanischen Vertretern deutlich gemacht, und auch ich habe dies gestern gegenüber US-Verteidigungsminister Pete Hegseth klargestellt."
Weiter heißt es bei Ynet, Katz zitierend:
"Premierminister Netanjahu und ich verfolgen eine klare Politik, wonach die IDF auf unbestimmte Zeit in den Sicherheitszonen im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen verbleiben wird, um die Grenze und die israelischen Gemeinden vor dschihadistischen Elementen zu schützen. Das Gebiet wird frei von Anwohnern sein."
Gideon Levy, ein israelischer Politikkommentator, erklärte gegenüber dem katarischen Sender Al Jazeera zu Wochenbeginn, dass "die Bekanntgabe eines Abkommens zwischen den USA und Iran in Israel als 'Niederlage Israels und die persönliche Niederlage Netanjahus' angesehen wird".
Levy fügte hinzu, dass sich "Trumps Entschlossenheit, Israel in die Schranken zu weisen, 'erst noch zeigen muss'", da sein kriegsunterstützender Partner in Westjerusalem weiterhin bestrebt sein werde, "einen Waffenstillstand zu torpedieren, der den zentralen Prioritäten Israels nicht gerecht wird", so der Analyst, um weiter zu Protokoll zu geben:
"Die Lage ist sehr, sehr instabil. Und ich glaube, dass eine der größten Herausforderungen des Abkommens mit Iran die Situation im Libanon ist".
Libanesische Sicherheitskreise und Medienagenturen berichteten derweil von erneuten Artillerie- und Drohnenangriffen Israels im Südlibanon durch die Nacht und mit kurzen Pausen bis in die Morgenstunden andauernd .
09:26 Uhr
Teheran: US-Seeblockade der USA gegen Iran wird Montagabend aufgehoben
Seit Montagmorgen erfolgen immer mehr Veröffentlichungen zu den Reaktionen aus Teheran auf das durch Pakistan vermittelte Abkommen zwischen den USA und Iran.
So zitiert die iranische Agentur Mehr News Kazem Gharibabadi, den stellvertretenden Außenminister, der am späten Sonntagabend im iranischen Fernsehen das Abkommen bestätigte:
"Wir haben alle unsere wichtigen Standpunkte in den Entwurf der Absichtserklärung aufgenommen."
Der Minister erklärte demnach weiter, "dass ab Montagabend die Seeblockade der USA gegen Iran aufgehoben werde".
Auch Gharibabadi gab dabei unmissverständlich zu Protokoll, dass die Einigung mit "der sofortigen und dauerhaften Beendigung des Krieges und der Militäroperationen an verschiedenen Fronten, einschließlich des Libanon" erfolgt sei. Gharibabadi betonte laut Mehr News in der TV-Sendung, "dass Iran den Vereinigten Staaten während der gesamten Verhandlungen nie vertraut habe", um weiter zu Protokoll zu geben:
"Dieses Memorandum bedeutet nicht, dem Feind zu vertrauen; es wurde in aktivem Misstrauen verfasst. Wir werden die Umsetzung der Verpflichtungen der USA genau beobachten."
09:05 Uhr
Trump: Öffnung der Straße von Hormus erfolgt am Freitag
US-Präsident Donald Trump informiert über die Wahrnehmung Washingtons, bezogen auf den Verhandlungsstand im Rahmen eines Friedensabkommens mit Teheran.
Nach einer ersten gestrigen Truth-Social-Mitteilung über den "Deal" zwischen den USA und Iran lautet die jüngste Information des US-Präsidenten am Montagmorgen zum vorläufigen Endergebnis des US-provozierten Krieges Ende Februar:
"Dieses großartige Abkommen wird der gesamten Region Frieden und Sicherheit bringen. Viele Präsidenten haben versucht, Frieden mit Iran zu schließen, und alle sind vor mir gescheitert. Die Staats- und Regierungschefs der Region haben zum ersten Mal einen Präsidenten gefunden, der ihnen helfen kann, echten Frieden zu erreichen. Mit der Öffnung der Meerenge nach der Unterzeichnung des Abkommens am Freitag zum Zwecke der Minenräumung wird das Öl an beiden Enden wieder für die Region und die Welt fließen!"

Screenshot: TruthSocial 08:44 Uhr
Erklärung des Sicherheitsrates Teherans zum Friedensabkommen
Das Sekretariat des Obersten Nationalen Sicherheitsrates (SNSC) Irans hat am Montagmorgen eine erste Erklärung zu dem von Pakistan vermittelten Abkommen veröffentlicht.
Bezogen auf den Verhandlungsstatus am gestrigen Abend zitiert die Nachrichtenagentur Irna zur "Absichtserklärung (Memorandum of Understanding/MoU) zur Beendigung des Krieges zwischen Iran und den Vereinigten Staaten":
"Die Islamische Republik Iran hat […] nach mehreren Monaten schwieriger und intensiver Verhandlungen und gemäß einem Beschluss des Obersten Nationalen Sicherheitsrates am Abend des 14. Juni den Text einer Absichtserklärung bezüglich der Verhandlungen zur Beendigung des Krieges (die Islamabad-Verhandlungen) zwischen Iran und den Vereinigten Staaten fertiggestellt. Gemäß den getroffenen Vereinbarungen werden der Krieg und die militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich des Libanon, ab heute Abend sofort und dauerhaft beendet. Darüber hinaus wird die Seeblockade gegen Iran unverzüglich und vollständig aufgehoben."
08:35 Uhr
Pakistan verkündet Abkommen zwischen Washington und Teheran
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif informierte auf X im Rahmen der Vermittlerrolle Islamabads darüber, dass die USA und Iran sich auf ein Rahmenabkommen geeinigt hätten. So heißt es am gestrigen Abend:
"Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekannt geben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran GESCHLOSSEN wurde. Beide Seiten haben die sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich im Libanon, erklärt."
Following intensive talks, we are pleased to announce that the Peace Deal between the United States of America and Islamic Republic of Iran has been REACHED. Both sides have declared the immediate and permanent termination of military operations on all fronts, including in…
— Shehbaz Sharif (@CMShehbaz) June 14, 2026Ishaq Dar, der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Pakistans, erklärte parallel auf X:
"Pakistan begrüßt die zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran erzielte Einigung von ganzem Herzen. Dieser bedeutende Durchbruch spiegelt die Kraft eines beharrlichen diplomatischen Engagements und die gemeinsame Entschlossenheit befreundeter Nationen wider, dem Dialog den Vorzug vor der Konfrontation zu geben."
Die offizielle Unterzeichnungszeremonie soll am kommenden Freitag, dem 19. Juni, in Genf in der Schweiz stattfinden.
Die Ankündigung aus Islamabad wird auch seitens der iranischen Nachrichtenagentur Mehr News zitiert. Dort heißt es in einem Artikel, dabei lediglich die pakistanische Mitteilung darlegend:
"Die pakistanische Regierung teilte am Montagabend mit, dass die Unterzeichnung des Abkommens am Freitag in der Schweiz stattfinden werde. Zuvor werden die technischen Delegationen Irans und der USA die Bestimmungen des Abkommens erörtern."
Aus Washington informierte US-Präsident Donald Trump über das Ergebnis, um auf Truth Social mitzuteilen:
"Das Abkommen mit der Islamischen Republik Iran ist nun unter Dach und Fach. Herzlichen Glückwunsch an alle! […]"

TS-Screenshot
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